Breakfast for job

Pressebericht der PNP                      Pressebericht des Wochenblatts

Arbeitgeber und Arbeitnehmer treffen sich beim „Breakfast for Job“ in den Räumen der Initiative zum Abbau beruflicher Barrieren, IZABB, denn die Beteiligten wissen, dass Fachkräfte auch mit persönlichen Einschränkungen einen wertvollen Beitrag im Job leisten. Am 13.11.2017 fand in der Pflegstraße das erste „Breakfast for Job“ statt. IZABB ist ein vom BAMS gefördertes Projekt in Zusammenarbeit mit Jobcenter und Arbeitsagentur zur Integration schwerbehinderter Menschen in das Arbeitsleben. Wobei Schwerbehinderung viele Gesichter hat, so kann auch z. B. nach einer Krebserkrankung eine Schwerbehinderung bestehen, die ein Außenstehender nicht vermuten würde. 

Beim „Breakfast for Job“ treffen sich gezielt potentielle Arbeitgeber und individuell ausgewählte Teilnehmer des Projektes IZABB zukünftig einmal im Quartal in zu einem gemeinsamen Kennenlern-Frühstück. Beim Auftakt waren auch die Behindertenbeauftragte des Landratsamtes Rottal-Inn, die Projektleiterin des Projektes IZABB und der Integrationscoach des IZABB.

 

Das „Breakfast for Job“ ist Teil eines Prozesses, bei dem die Anforderungs- und Leistungsprofile von Arbeitgebern und potentiellen Arbeitnehmern abgeglichen werden. Eine persönliche Beziehungsebene kann beim Treffen aufgebaut werden und fragen zum Thema Schwerbehinderung und Arbeit von Seiten des Arbeitgebers können individuell angesprochen und vorab geklärt werden. Für die Bewerber besteht der Vorteil darin, dass sie sich gezielt bei dem Arbeitgeber bewerben können, zu dem ihre beruflichen Stärken passen. Auf der anderen Seite, stellen die vorgeschlagenen Bewerber passende Problemlöser für die Aufgabenstellungen der ausgewählten Betriebe dar.

 

Den Beginn machte Herr Josef Brunner von der Fa. RO/SE in Bad Birnbach. Der Unternehmer wurde im Jahr 2011 mit dem Inklusionspreis „JobErfolg“ für seine langjährige, im Übrigen auch wirtschaftlich sehr erfolgreiche, Integration von Schwerbehinderten ausgezeichnet. Der Inklusionspreis wird  gemeinsam vom Bayerischen Landtag, dem Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration und der Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung verliehen.

 

Josef Brunner begann sich bereits 2005, nachdem er eine schwierige Operation gut überstanden hatte, gezielt mit der Problematik schwerbehinderter Menschen im Arbeitsleben auseinanderzusetzen. Im Internet suchte er damals nach Informationen und fand die Website der Bayerischen Behindertenbeauftragten Irmgard Badura. Diese gibt dort Hinweise auf das zuständige Integrationsamt, das Beschäftigte, Arbeitgeber bei allen Fragen zur Schwerbehinderung im Berufsleben berät.

 

Mit Fördermitteln des Integrationsamtes können (neue), behinderungsgerechte Arbeitsplätze eingerichtet und Maschinen und Ausstattungen angeschafft werden. Die unter Umständen erheblichen Fördergelder helfen, individuelle Einschränkungen der Schwerbehinderten für den Arbeitnehmer und den Unternehmer auszugleichen. Josef Brunner bot mit seiner Initiative und persönlichen Einsatz schwerbehinderten Menschen, die z.B. aufgrund eines Unfalls nicht mehr im erlernten Beruf arbeiten konnten, einen Arbeitsplatz und damit eine neue Lebensperspektive.

 

Sein Team aus Menschen mit Gehbehinderung, Sehbehinderung oder Lernbehinderung braucht sich in der Leistungsfähigkeit dabei nicht vor anderen Belegschaften in der Region verstecken. Die gute Zusammenarbeit mit der „alten Belegschaft“ von RO/SE ist dabei fast schon eine Selbstverständlichkeit, aber vielleicht doch hervorzuheben.

 

Für Besonderheiten im Zusammenhang mit Schwerbehinderung vor Ort begleitet der Integrationsfachdienst (ifd) das Unternehmen und seine Beschäftigten und ist mit Rat und Tat zur Stelle, für ein reibungsloses Miteinander für den gemeinsamen Erfolg.

 

Bei dem Auftakttreffen erhielt Herr Burner durch das „Breakfast for Job“ ein Praktikum als CNC-Fachkraft bei der Firma RO/SE mit der Option auf „mehr“.

 

Informationen zu Veranstaltungen, Fördermöglichkeiten und Hilfsangeboten im Rottal erhalten Sie auf der Seite www.izabb-rottal-inn.de oder direkt im Büro der Initiative in der Pflegstraße 5 in Pfarrkirchen.