infomail 12

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Netzwerkmitglieder,

im September findet die dritte von der IZABB durchgeführte Veranstaltung sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer statt. Damit wollen wir unseren Beitrag zu einem gemeinsamen Wachsen und zu mehr „inklusivem“ Handeln im Landkreis beitragen.

Das Projekt IZABB steht für den Aufbau und die Bündelung von Netzwerkstrukturen sowohl von Unternehmerseite als auch von Seiten der Hilfsangebote im Landkreis Rottal-Inn. Nur weil man die Hilfsangebote nicht ständig sieht, heißt es nicht, dass sie nicht vorhanden sind. Erfahren Sie im Newsletter mehr über unsere Arbeit und die Möglichkeiten Ihr persönliches Potential und das Ihres Unternehmens noch besser auszuschöpfen. Wir freuen uns über jede Anregung und werden gerne versuchen sie in unser Programm aufzunehmen.

 

Herzliche Grüße/Best Regards

Ulrich Leypoldt

Netzwerkkoordinator

Themen im Infomail 12:

  1.  Veranstaltungshinweis: 2. Fachtag für Arbeitgeber und Schwerbehindertenvertreter Rottal-Inn
  2. Rückblick auf den Impulsabend für Führungskräfte und Unternehmer
  3. Vorstellung des Integrationscoaches Andreas Vorderhuber
  4. BEM – Mögliche Fragen von Arbeitgebern an Arbeitnehmer
  5. Langzeitarbeitslose Einstellen – Bericht mit Überraschung!

1. Veranstaltungshinweis: 2. Fachtag für Arbeitgeber und schwerbehindertenvertreter – Rottal-INN Safe the Date!

Termin: am 20. SEPTEMBER 2018,  9.30 UHR

Veranstaltungsort: Großer Sitzungssaal des Landratsamtes Rottal-Inn

Besonders eingeladen sind: Arbeitgeber(-vertreter), Führungskräfte, Betriebsräte, Schwerbehindertenvertreter

Ablauf:

9.30 Uhr Come together

10.00 Uhr Beginn der Vorträge

12.30 Uhr Ende der Veranstaltung mit Möglichkeit zu Einzelgesprächen

Themenschwerpunkt: Betriebliches Eingliederungsmanagement

Veranstalter: IZABB Rottal-Inn

Veranstaltungspunkte

BEM unter drei Aspekten:

 

1.Fachvortrag zur Praxis des Betrieblichen Eingliederungsmanagements

Referent: Andreas Lang (Inklusionsamt Landshut)

BEM aus Sicht von Arbeitnehmern

Referent(in) N.N.

3. BEM aus Sicht des Arbeitgebers Best Case

Referent(in) N.N.

4. Projekt AGES Vorstellung und Anwendungsmöglichkeiten im BEM-Fall bei Arbeitgebern

Referent: Herr Viktor Gröll (Leiter der Kurverwaltung Bad Birnbach)

Reservierungen und Zusagen an Ulrich.Leypoldt@izabb-rottal-inn.de

(Die Teilnahme ist dank Förderung durch das BMAS aus Mitteln der Ausgleichsabgabe kostenfrei)

 

2. Rückblick auf den Impulsabend für ROTTALER Führungskräfte und Unternehmer

Für alle, die am Abend nicht dabei sein konnten: Audio-Livemitschnitt und Videoimpressionen sind jetzt online auf https://www.izabb-rottal-inn.de/impulsabend/

Schön war es, und inspirierend und motivierend und beruhigend und stärkend und ….. und…..und….

Wie kann moderne, inklusive Führung zu mehr persönlicher Zufriedenheit und Erfolg im Unternehmen beitragen? Das stand im Mittelpunkt des Impulsabends für Rottaler Führungskräfte der Initiative zum Abbau beruflicher Barrieren, kurz IZABB, im fast vollbesetzten Kolpingsaal in Pfarrkirchen. Der Speakers Excellence Top 100 Redner Rüdiger Böhm zeigte am 23.4.2018 im Kolpingsaal sehr eindrücklich am eigenen Beispiel, wie Veränderung unser Leben bereichern kann und wie sie uns hilft, erfolgreicher zu werden.

Neben der sehr ausführlichen Presseberichterstattung der PNP mit Verbreitung im gesamten Landkreis sind sowohl die Teilnehmerzahl von knapp 150 Personen aus dem Kreis der Unternehmer und Führungskräfte im Landkreis, als auch die positiven Rückmeldungen über die ausgelegten Feedback-Karten als Erfolg zu werten. Von 49 Rückmeldungen auf den Feedbackzetteln erhielt die Gesamt-Veranstaltung 29 x überdurchschnittlich und 19 x durchschnittlich, das Veranstaltungsthema 39 x überdurchschnittlich und der Redner 44 x überdurchschnittliche Bewertungen. In den vier offenen Feedbacks wurde das Fehlen von Frauen, des ifds und des Inklusionsamtes in der Podiumsdiskussion angesprochen.

(Video)-impressionen und Audiomitschnitt sowie weitere Informationen gibt es hier auf der Webseite

https://www.izabb-rottal-inn.de/impulsabend/

 


3. Vorstellung des Integrationscoaches Andreas Vorderhuber im IZABB-Netzwerk als nachfolger von Petra Wojcik (ehem. Kessel)

Auf Grund des Ausscheidens von Frau Petra Wojcik aus dem Projekt musste und konnte ein Nachfolger für die Tätigkeit des Integrationscoaches für das Projekt IZABB gefunden werden.

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Andreas Vorderhuber, wohnhaft in Neuötting.

Ich freue mich sehr, dass ich mich als neuer Integrationscoach der Maßnahme IZABB vorstellen darf.

Nach meinem Studium der Sozialarbeit/Sozialpädagogik war ich mehrere Jahre in der offenen Jugendarbeit und Streetwork der Stadt Burghausen tätig. Anschließend erste berufliche Erfahrungen bei verschiedenen Bildungsträgern und weiteren Feldern der Sozialarbeit. Nach dem Projekt „Unterstützte Beschäftigung“ bei der DAA in Mühldorf wechselte ich zur PQG Johann Peters gemeinnützige Stiftungsgesellschaft und war dort seit dieser Zeit in fast allen Bereichen des Integrationsfachdienstes tätig. Vermittlung, Unterstützung, Bildung und berufliche Begleitung sowie Aspekte der Arbeitgeberberatung, Kündigungsschutz, Arbeitsplatzausstattung und Umsetzung im Betrieb sind mir geläufige Arbeitsfelder. Nach einem Abstecher in die pädagogische Arbeit im SPZ AÖ bin ich nun in der IZABB und somit wieder in der PQG Johann Peters gemeinnützige Stiftungsgesellschaft zurück.

Ich freue mich, die verantwortungsvolle Tätigkeit als Integrationscoach im Projekt IZABB übernehmen zu dürfen und möchte das Projekt zu einem guten Abschluss führen. Meine Aufgaben werden sich dabei auf die Qualifizierung und Begleitung unserer Teilnehmer bei den Bewerbungsaktivitäten, die Nachbetreuung der in Arbeit vermittelten Teilnehmer, ebenso wie auf die Dokumentation und das Verfassen von Projektberichten konzentrieren.

Als Ansprechpartner für Fragen zur Nachbetreuung unserer Teilnehmer, zu Ihren Stellenangeboten für schwerbehinderte Teilnehmer des IZABB-Projektes und die Integration von schwerbehinderten Teilnehmern in Arbeit im Allgemeinen stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Mit ganz herzlichen Grüßen

Andreas Vorderhuber


4. BEM Betriebliches Eingliederungsmanagement mögliche Fragen von Arbeitgebern an Arbeitnehmer

Die gesetzliche Verpflichtung zum BEM in § 167 Absatz 2 Satz 1 SGB IX zielt  darauf  ab,  durch  geeignete  Gesundheitsprävention  das  Arbeitsverhältnis im Einzelfall möglichst dauerhaft zu sichern. Grundsätzlich ist damit BEM ein Teilbereich der betrieblichen Prävention.

Im BEM-Gespräch wird überprüft, ob ein typischerweise gefährdeter Arbeitsplatz gerettet werden kann. Das BEM-Gespräch ist ein Anti-Kündigungsgespräch. Diagnosen oder Krankheitsursachen dürfen im BEM-Gespräch nicht abgefragt werden.

Wer es genau wissen will (Mit Musteranschreiben, Datenschutzblatt, Checkliste, Gesprächsleitfaden…):

Handlungsempfehlungen zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement des LWR Landschaftsverband

Rheinland  – LVR-Integrationsamt – bietet einen anerkannten Standard als Informationsmedium

Download hier: http://www.lwl.org/abt61-download/PDF_JPG_ready4/Broschueren/BEM/LWL-LVR_BEM_2017_ua.pdf  

Vorbehaltlich anderer Rechtsprechung sollen hier einige Fragen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern erörtert werden. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass Führungskräfte und Arbeitnehmer möglichst früh ins Gespräch kommen sollten. Gibt es erst einmal emotionale Beteiligungen – ob Ärger über den Produktionsausfall im Team oder Scham über häufige Krankheit und Unsicherheit über Arbeitsplatzsicherheit beim Arbeitnehmer– wird ein Gespräch zwischen den Parteien umso schwieriger.

Frage #1: Liebe(r) Beschäftigte(r), wir hören nichts mehr von Ihnen, seit sie keine Krankenbezüge mehr von uns erhalten. Ich würde gern wissen, ob und wann mit seiner Genesung gerechnet werden kann.

Mögliche Auflösungen: Der Arbeitnehmer muss seine Arbeitsunfähigkeit auch nach Ablauf der Krankenbezüge weiterhin nachweisen. Grundsätzlich ist der Arbeitnehmer vertraglich zur Arbeitsleistung verpflichtet. Diese Verpflichtung ruht, solange er aufgrund einer Krankheit arbeitsunfähig ist. Dies und die voraussichtliche Dauer der Erkrankung muss er spätestens, gesetzlich, ab dem vierten Kalendertag der Erkrankung durch ärztliche Bescheinigungen nachweisen. In einem Gespräch (telefonisch oder persönlich) sollte der Arbeitnehmer den Arbeitgeber darüber informieren, ob und wann er nach seiner eigenen Einschätzung wieder arbeiten kann. Dem Arbeitnehmer sollte dabei bewusst sein, dass er mit einem Verschweigen einer längerfristigen Krankheit nichts gewinnen kann und er dem Arbeitgeber nur die Möglichkeit einer flexiblen Lösung zu Gunsten aller Interessen nimmt. Der Arbeitgeber sollte den Arbeitnehmer auch auf die Möglichkeit einer stufenweisen Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess (§ 74 SGB V) hinweisen, wenn er sich in der Lage fühlt, die Arbeit teilweise wieder aufzunehmen.

Frage #2: Liebe(r) Beschäftigte(r), hat Ihre Arbeitsunfähigkeit aus Ihrer Sicht etwas zu tun mit dem Arbeitsplatz?

Mögliche Auflösung: Die meisten Arbeitnehmer verneinen diese Frage. Das aber ist ein Fehler, jedenfalls aus rechtlicher Sicht. Hat meine Arbeitsunfähigkeit nämlich nichts zu tun mit meinem Arbeitsplatz, so kann der Arbeitgeber auch nichts für mich tun, um den Arbeitsplatz zu retten. Aus rechtlicher Sicht sollte der Arbeitnehmer die Frage daher bejahen. Natürlich ist der Arbeitgeber nicht Ursache einer Arbeitsunfähigkeit. Wohl aber, und das ist in der Praxis häufig, verschlimmert der Arbeitsplatz eine bereits eingetretene Arbeitsunfähigkeit. Die Antwort also lautet: ja!

Experten führen an, dass die Frage „hat Ihre Arbeitsunfähigkeit mit Ihrem Arbeitsplatz zu tun“ das BEM in unzulässiger Weise reduziert. Dr. Frank Stöpel schreibt in einem Youtube Kommentar*: „Im SGB IX, § 84,2 findet sich keine Einschränkung bezüglich einer hypothetischen Ursache. Entsprechend hat auch das hessische Landesarbeitsgericht (LAG Hessen, Urteil vom 3. Juni 2013 - 21 Sa 1456/12) entschieden, dass auch die private Lebensführung Gegenstand des BEM sein kann – was ja auch Sinn macht.“ (*Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=kL8ffnibQUg )

Die Frage #2 könnte also besser lauten: Liebe(r) Beschäftigte(r), hat Ihre Arbeitsunfähigkeit aus Ihrer Sicht etwas zu tun mit dem Arbeitsplatz oder der privaten Lebensführung?

Frage #3 Können wir aus Ihrer Sicht, lieber Beschäftigter, etwas für Sie tun, damit Sie wieder arbeiten kommen?

Mögliche Auflösung: Um Heilung geht es nicht im BEM-Gespräch. Niemand wird gesund gemacht durch das BEM-Gespräch, wohl aber kann ein Arbeitsplatz gerettet werden, vielleicht auch mit Hilfe von außen.

Die Antwort auf die zweite Frage lautet klugerweise deshalb: Ja, lieber Arbeitgeber, ich habe dir etwas mitgebracht, nämlich einen bunten Strauß an Vorschlägen. Hintergrund dieser Antwort ist, dass der Arbeitgeber im BEM-Gespräch wenig Pflichten hat. Eine Pflicht aber hat er und die muss er ernst nehmen. Vorschläge, die ich unterbreite oder durch den Betriebsrat unterbreiten lasse, muss der Arbeitgeber prüfen. Will er sie nicht umsetzen, muss er meine Vorschläge begründet ablehnen. Nicht immer gelingt ihm das. Macht der Arbeitgeber schwere Fehler im BEM-Gespräch und dass es in der Praxis immer noch die Regel, so gilt das BEM-Gespräch als nicht ordnungsgemäß durchgeführt. Ist das BEM-Gespräch aber unterlassen worden, oder ist es schwer fehlerhaft durchgeführt worden, so ist zwar nicht die krankheitsbedingte Kündigung vom Tisch, wohl aber ist sie wesentlich erschwert.

 

Dr. Stöpel ergänzt die Frage #3 in einem Kommentar**: „Es geht im BEM nicht nur um die Überwindung einer bestehenden Arbeitsunfähigkeit, sondern auch darum, zukünftige Arbeitsunfähigkeit vorzubeugen. Nicht umsonst steht über dem Paragrafen „Prävention“. Es ist zwar sehr wichtig, zuerst den Beschäftigten nach Ideen zu fragen, aber es geht nicht nur darum, dass „die von den Teilnehmern eingebrachten Vorschläge sachlich erörtert werden“, sondern auch darum, dass „alle zu beteiligenden Stellen, Ämter und Personen einbezogen werden, dass keine vernünftigerweise in Betracht zu ziehende Möglichkeit ausgeschlossen wird“ (vgl Anmerkung zu BAG, Urteil vom 10.12.2009 2 AZR 400/08 von W. Kohte).“ (**Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=kL8ffnibQUg)

Die Frage #3 sollte also richtiger lauten: Können wir aus Ihrer Sicht, lieber Beschäftigter, etwas für Sie tun, damit Sie wieder arbeiten kommen und was können wir tun, um auch einer zukünftigen Arbeitsunfähigkeit vorzubeugen? Dabei können wir die zu beteiligenden Stellen, Ämter und Personen einbeziehen, damit keine vernünftigerweise in Betracht zu ziehenden Möglichkeiten ausgeschlossen werden.

Weitere Fragen bei einem BEM-Gespräch könnten sein:

  • Liegen bei dem Beschäftigten generelle Leistungseinschränkungen vor?
  • Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Fehlzeiten und dem Arbeitsplatz? Hier kann erörtert werden, welche Tätigkeiten unter welchen Bedingungen wie lange ausgeführt werden können. 
  • Wie kann der Arbeitsplatz umgestaltet werden? Hilft es, den Beschäftigten einem anderen Arbeitsplatz zuzuweisen?
  • Was erhofft sich der Beschäftigte vom BEM?
  • Welche Stärken und Qualifikationen hat der Mitarbeiter?

Möchten Sie mehr über das betriebliche Eingliederungsmanagement wissen?

Kommen Sie am 20.9.2018 zum 2. Fachtag für Arbeitgeber und Schwerbehindertenverteter um 9.30 Uhr in den großen Saal des Landratsamtes Rottal-Inn in Pfarrkirchen.


5. LANGZEITARBEITSLOSE EINSTELLEN

Die Lebensläufe von Langzeitarbeitslosen sind häufig bruchstückhaft.
Im
Onlinemagazin Faktor A wird Martin Stegert, Inhaber des Onlinehandels Living-byDesign von Marco Schröder überrascht….
Weiterlesen im Faktor A

 

Vielen Dank für Ihr Interesse.

Wir freuen uns über alle Anregungen und Rückmeldungen.

Herzliche Grüße/Best Regards

Ulrich Leypoldt

Netzwerkkoordinator

Projekt IZABB / Standort Pfarrkirchen

Pflegstraße 5

84347 Pfarrkirchen

Tel.: 08561/ 9 85 28 41

Mobil.: 0172-8389404

Fax: 08561/ 9 85 28 42

mailto:ulrich.leypoldt@izabb-rottal-inn.de

http://www.izabb-rottal-inn.de

 

P.S.: an dieser Stelle ein Hinweis zum Datenschutz: Sie sind Empfänger dieser Netzwerkinformationen, weil Sie in unserem Netzwerk als Ansprechpartner für Stellen von/für schwerbehinderte Arbeitnehmer gelistet sind. Ich möchte betonen, dass die IZABB weder E-Mail-Adressen, noch irgendwelche anderen gespeicherten Daten an Dritte weitergibt. Wir verwendeten und verwenden diese Daten ausschließlich im Zuge der Organisation unseres Kommunikation mit Netzwerkmitgliedern. Weitere Datenschutzhinweise der IZABB finden Sie hier: https://www.izabb-rottal-inn.de/j/privacy  PQG Johann Peters gemeinnützige Stiftungsgesellschaft mbH finden Sie hier https://www.peters-bg.de/Datenschutzerklaerung-1-388.htm.