infomail 13

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

liebe Netzwerkmitglieder,
Inklusion, also das gleichberechtigte Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung ist eine gesellschaftliche Aufgabe, deren Erfolg am Ende aber doch von jedem einzelnen abhängt. In der täglichen Hektik vergessen wir häufig, dass 1. Behinderungen mit zunehmendem Alter beinahe jeden betreffen, und 2. dass behinderte Menschen mehr Mut, mehr Durchhaltevermögen als Menschen ohne Behinderung benötigen. Und so passiert es, dass Betriebe Anfragen von schwerbehinderten Praktikanten ablehnen, obwohl für sie keinerlei Kosten entstehen. Zusätzlich werden mögliche Förderleistungen und Investitionshilfen bei der Beurteilung der Wertschöpfung ignoriert.

 

Das Problem: wird die reine Arbeitsleistung mit der eines nichtbehinderten Arbeitnehmers verglichen, erhält ein behinderter Minderleister keine Anerkennung, egal welche finanzielle Förderung er für den Betrieb mitbringt.

 

Die Lösung: Beim Thema Inklusion geht es um eine grundsätzliche Einstellung zum Menschen. Es geht um das Potenzial, das man in diesen Menschen sieht, und den Mut, etwas Neues auszuprobieren. Man betrachte das gesamte Wertschöpfungspotential des Arbeitnehmers und denke (mit Hilfe der Beratungsstellen) darüber nach, WIE ein Arbeitsplatz optimiert werden kann.

 

Viele Firmen auch aus dem Rottal (in der Infomail der IZABB bereits dargestellt) machen es vor, doch gerade diese Information scheint bei einigen KMUs im Landkreis noch nicht angekommen zu sein. Böse Zungen behaupten, dass gerade diese auch besonders über den Fachkräftemangel lamentieren.

 

Herzliche Grüße/Best Regards

Ulrich Leypoldt

Netzwerkkoordinator

Themen im Infomail 13:

  1. Rückblick 2. Fachtag für Arbeitgeber und Schwerbehindertenvertreter
  2. Netzwerktreffen für Hilfenetzwerk am Mittwoch Mittag
  3. Was ist eigentlich EUTB - ERGÄNZENDE UNABHÄNGIGE TEILHABEBERATUNG?
  4. Das lesen Sie im aktuellen Faktor A

1. Nachlese 2. Fachtag für Arbeitgeber und Schwerbehindertenvertreter

Termin: am 20. SEPTEMBER 2018,  9.30 UHR Veranstaltungsort: Großer Sitzungssaal des Landratsamtes Rottal-Inn

Vorträge und Erfahrungsaustausch standen beim 2. Fachtag für Arbeitgeber und Schwerbehindertenvertreter der IZABB im Vordergrund.

Der zweite Fachtag der IZABB bot, wie alle Veranstaltungen der IZABB keine Zielgruppenspezialisierung sondern eine gemeinsame Informationsplattform für Arbeitgeber-, Arbeitnehmer- und Schwerbehindertenvertreter. Der Grundsatz lautet, dass unternehmerische Entwicklung und das Bestehen auf (inter‑)nationalen Märkten gemeinsames Handeln aller betrieblich Beteiligten erfordert. Es entstehen ganzheitliche, nachhaltige Lösungen, die von jeweils einer betrieblichen Interessensgruppe alleine nicht entwickelt werden könnten. Gerade im Landkreis Rottal-Inn, ist die Vernetzung und Nutzung aller personellen Ressourcen für die vielen kleinen und mittelständischen Betrieben ohne große organisatorische Personalstrukturen besonders wichtig. Dass die Angebote der IZABB angenommen werden, zeigte die rege Beteiligung der Vertreter der Kommunen, des Landratsamtes und von Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern beim Fachtag im großen Sitzungssaal des Landratsamtes. Die durchweg positiven Rückmeldungen zur Veranstaltung und die beiden Redner Adolf Lang (Leiter des Inklusionsamtes Niederbayern, Thema BEM) und Viktor Gröll (Leiter der Kurverwaltung Bad Birnbach, Thema AGES) machen Lust auf weitere Treffen auf dieser Ebene.

Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer sitzen Probleme viel zu oft aus. Dabei bietet ein BEM-Verfahren sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer erhebliche Vorteile.

„Mit betrieblichem Eingliederungsmanagement (BEM) nach/bei Langzeitkrankenstand werden Arbeitsplätze gesichert und für Arbeitnehmer und Arbeitgeber tragfähige Lösungen ermittelt“, so Referent Adolf Lang, Leiter des Inklusionsamts Region Niederbayern, beim zweiten Fachtag für Arbeitgeber und Schwerbehindertenvertreter im Landkreis Rottal-Inn. Thema: „BEM – Betriebliches Eingliederungsmanagement“. Einem BEM-Fall gehe häufig eine längere (Leidens-) Geschichte voraus. Nicht selten sei die Kommunikation zwischen Arbeitnehmer und Führungskraft bereits emotional aufgeladen.

Der empfohlene Ablauf des BEM hilft, wichtige Unterstützungsstellen wie z. B. betriebliche Fachkräfte, Betriebsärzte, Betriebs- und Personalrat, Arbeitsagentur usw. einzubinden um optimale Lösungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu finden.

Gerade der grundsätzlich einfache Ablauf des Verfahrens und die hervorragenden zur Verfügung stehenden Arbeitshilfen und Beratungsstellen ermöglichen es auch kleinen Unternehmen, ohne große Personalverwaltung mit großem Erfolg ihre Fachkräfte und damit die Grundlage ihres Unternehmenserfolges zu sichern.

Fünf grundsätzliche Handlungsschritte leiten die Beteiligten durch das Verfahren:

  1. Feststellung des Bedarfs
  2. Erstkontakt,
  3. Erstinformation,
  4. Eingliederungsgespräch und
  5. Maßnahmen zur Wiedereingliederung

Weitere Arbeitshilfen und Fortbildungen zum BEM-Verfahren bietet die Webseite des ZBFS Zentrum Bayern Familie und Soziales oder auch die Webseite zum zweiten Fachtag der IZABB (izabb-rottal-inn.de/aktuelles).

Zum Presseartikel https://www.izabb-rottal-inn.de/aktuelles/2-fachtag/2-fachtag-presse/

2. NETZWERKTREFFEN am Mittwoch

Wie wäre es, mittags mit netten Kollegen, auch mal aus anderen Institutionen der Hilfsangebote im Rottal, beim Mittag zusammensitzen, trinken, essen und über dies und das reden (gerne auch mal über die Arbeit)

Im  kleinen Kreis macht unser Kollegen-Treffen am Mittwoch Mittag bisher sehr viel Freude.

Ich fühle mich nach jedem mal erfrischt und gehe gestärkt wieder an die Arbeit.

Auf Nachfrage erweitere ich hiermit die Einladung gerne auf einen etwas größeren Kreis. Mal schauen, was daraus entsteht J. Üblicherweise sitzen wir bei einem der Pfarrkirchner Gastronomen (wenn möglich in der Sonne J) Wer gerne dabei sein und eingeladen werden möchte, schicke eine Mail an ulrich.leypoldt@izabb-rottal-inn.de . Ich erweitere gerne die Einladungsliste.


3. Seit 1. Januar gibt es die EUTB - Was ist EUTB ? Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung

Die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) wird seit dem 1. Januar 2018 aus Bundesmitteln in Form neuer Beratungsstellen gefördert und etabliert. Die EUTB wird laut Bundesteilhabegesetz (BTHG) ergänzend zu dem bestehenden Beratungsangebot der Rehabilitationsträger niedrigschwellig und unabhängig von Leistungsträgern und Leistungserbringern angeboten. Dabei soll die EUTB noch weit vor der Beantragung von Leistungen erfolgen und wegweisend eine umfassende Planungs- Orientierungs- und Entscheidungshilfe darstellen.

Beraten wird über Rechte und Pflichten der Leistungsberechtigten, mögliche Teilhabeleistungen, Zuständigkeiten und den Verfahrensablauf.

Die EUTB unterstützt und berät alle Menschen mit Behinderung, von Behinderung bedrohte Menschen, aber auch deren Angehörige kostenlos bundesweit in allen Fragen zur Rehabilitation und Teilhabe.

Die Rehabilitatonsträger bleiben weiterhin zur umfassenden Beratung der Leistungsberechtigten verpflichtet.

Das Ziel der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) ist die Stärkung der Selbstbestimmung behinderter und von Behinderung bedrohter Menschen. Die Einrichtung einer solchen Beratung wird als notwendig erachtet, damit Menschen mit (drohender) Behinderung in dem vom Bundesteilhabegesetz (BTHG) neu geschaffenen personenzentrierten Leistungssystem der Eingliederungshilfe ihren Weg durch die verschiedenen Leistungsangebote finden. Die Beratung soll Menschen mit (drohender) Behinderung in die Lage versetzen, bei der Bedarfsermittlung nach § 118 SGB IX-neu ihren Unterstützungsbedarf selbstständig und klar formulieren und ihre Interessen selbst vertreten zu können.

Kernelemente der Teilhabeberatung - wie berät die EUTB?

  • Im Vorfeld der Beantragung von Leistungen.
  • Auf Augenhöhe, damit die Ratsuchenden selbstbestimmt Entscheidungen treffen können.
  • Unabhängig von Trägern, die Leistungen bezahlen oder erbringen.
  • Ergänzend zur Beratung anderer Stellen.
  • Rat und Orientierung gebend.
  • Ganz nach den individuellen Bedürfnissen der Ratsuchenden.
  • In den EUTB findet Beratung statt "von Betroffenen für Betroffene" (Peer Counseling).

Anfang Januar 2018 hat die EUTB ihre Arbeit aufgenommen.

Fachstelle Teilhabeberatung (FTB)

Derzeit befindet sich die zentrale Fachstelle Teilhabeberatung (FTB) im Aufbau.

 

Link zur Informationsseite der Teilhabeberatung: https://teilhabeberatung.de/

Beratungsstellensuche: https://teilhabeberatung.de/beratung/beratungsangebote-der-eutb

Link zum Rehadat-Lexikon Begriff Teilhabeberatung: https://www.talentplus.de/lexikon/Lex-Teilhabeberatung/

 



5. Das lesen sie im aktuellen Faktor A

  1. Wie Sie Mitarbeiter finden und halten
  2. Was Unternehmer gegen Kritik im Internet tun können
  3. Alternativen zu Word, Excel und PowerPoint
  4. Inklusion von zwei Seiten Die Ausnahmetalente im Hotel Philippus
  5. Flüchtlinge retten das Handwerk ein Beispiel aus Hamburg

Weiterlesen im Faktor A (externer Link)

 

 

 

 

Vielen Dank für Ihr Interesse.

Wir freuen uns über alle Anregungen und Rückmeldungen.

Herzliche Grüße/Best Regards

Ulrich Leypoldt

Netzwerkkoordinator

Projekt IZABB / Standort Pfarrkirchen

Pflegstraße 5

84347 Pfarrkirchen

Tel.: 08561/ 9 85 28 41

Mobil.: 0172-8389404

Fax: 08561/ 9 85 28 42

mailto:ulrich.leypoldt@izabb-rottal-inn.de

http://www.izabb-rottal-inn.de

 

P.S.: an dieser Stelle ein Hinweis zum Datenschutz: Sie sind Empfänger dieser Netzwerkinformationen, weil Sie in unserem Netzwerk als Ansprechpartner für Stellen von/für schwerbehinderte Arbeitnehmer gelistet sind. Ich möchte betonen, dass die IZABB weder E-Mail-Adressen, noch irgendwelche anderen gespeicherten Daten an Dritte weitergibt. Wir verwendeten und verwenden diese Daten ausschließlich im Zuge der Organisation unseres Kommunikation mit Netzwerkmitgliedern. Weitere Datenschutzhinweise der IZABB finden Sie hier: https://www.izabb-rottal-inn.de/j/privacy  PQG Johann Peters gemeinnützige Stiftungsgesellschaft mbH finden Sie hier https://www.peters-bg.de/Datenschutzerklaerung-1-388.htm.