infomail 14

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

liebe Netzwerkmitglieder,
Inklusion, also das gleichberechtigte Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung ist eine gesellschaftliche Aufgabe, deren Erfolg am Ende aber doch von jedem einzelnen abhängt. In der täglichen Hektik vergessen wir häufig, dass 1. Behinderungen mit zunehmendem Alter beinahe jeden betreffen, und 2. dass behinderte Menschen mehr Mut, mehr Durchhaltevermögen als Menschen ohne Behinderung benötigen. Und so passiert es, dass Betriebe Anfragen von schwerbehinderten Praktikanten ablehnen, obwohl für sie keinerlei Kosten entstehen. Zusätzlich werden mögliche Förderleistungen und Investitionshilfen bei der Beurteilung der Wertschöpfung ignoriert.

 

Das Problem: wird die reine Arbeitsleistung mit der eines nichtbehinderten Arbeitnehmers verglichen, erhält ein behinderter Minderleister keine Anerkennung, egal welche finanzielle Förderung er für den Betrieb mitbringt.

 

Die Lösung: Beim Thema Inklusion geht es um eine grundsätzliche Einstellung zum Menschen. Es geht um das Potenzial, das man in diesen Menschen sieht, und den Mut, etwas Neues auszuprobieren. Man betrachte das gesamte Wertschöpfungspotential des Arbeitnehmers und denke (mit Hilfe der Beratungsstellen) darüber nach, WIE ein Arbeitsplatz optimiert werden kann.

 

Viele Firmen auch aus dem Rottal (in der Infomail der IZABB bereits dargestellt) machen es vor, doch gerade diese Information scheint bei einigen KMUs im Landkreis noch nicht angekommen zu sein. Böse Zungen behaupten, dass gerade diese auch besonders über den Fachkräftemangel lamentieren.

 

Herzliche Grüße/Best Regards

Ulrich Leypoldt

Netzwerkkoordinator

Themen im Infomail 14:

  1. Ende der IZABB Projektzeit zum 31.10.2018
  2. Fortführung des Arbeitskreises und der Netzwerktreffen im Hilfenetzwerk
  3. Gelungene Integrationsarbeit der IZABB Maschinenring und ITD
  4. Hintergrundbericht der Servicestelle SGB II

Das Rezept gegen Arbeitskräftemangel:         Kooperation, Leistung und etwas Mut.

v.l. Markus Urban (ITD GmbH), Vanessa Gaul (Maschinenring Personaldienste GmbH, Ulrich Leypoldt (IZABB), Andreas Vorderhuber (IZABB), Hans Burner, Stefan Hoheneder – Vorabeiter stationäre Trägersysteme HA/

Schwerbehinderte Arbeitssuchende haben es im Flächenlandkreis Rottal-Inn immer noch deutlich schwerer einen Job zu finden als „normale“ Arbeitssuchende. Untersuchungen der Bundesagentur für Arbeit zeigen, dass bei ihnen die Jobsuche bis zu 30 Prozent länger dauert, wobei die vor allem neben den persönlichen Hemmnissen häufig mangelnde Mobilität, bzw. der von der Wohnung zu weit entfernte Arbeitsplatz, Grund für längere Suchdauer sind. Dadurch sind Schwerbehinderte sogar besonders überdurchschnittlich von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen. Andererseits sind die Unternehmen des Landkreises vom Arbeitskräftemangel betroffen. Das musste auch die ITD GmbH in Johanniskirchen bei ihrer Expansion und dem neuen Werk in Egglham feststellen. Die Rekrutierung geeigneter Mitarbeiter ist eine Herausforderung, bei der alle Ressourcen ..weiterlesen

 

Hintergrundbericht der Servicestelle SGB II

Menschen mit Behinderungen – neue Impulse für den Zugang zum Arbeitsmarkt

Leitartikel Freiwilligenarbeit
Quelle: iStock

Fast 13 Millionen Menschen in Deutschland leben mit Behinderungen. Jeder elfte Einwohner gilt nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes als schwerbehindert. Das sind 7,6 Millionen Menschen. Dass auch sie am Arbeitsleben teilhaben können, entspricht auch einem der wesentlichen Ziele der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK), die seit 2009 geltendes Recht in Deutschland ist.

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Schwerbehinderte Menschen öfter langzeitarbeitslos

Trotzdem liegt die Arbeitslosenquote im Jahr 2016 bei schwerbehinderten Menschen auf Basis einer eingeschränkten Bezugsgröße mit jahresdurchschnittlich 12,4 Prozent deutlich höher als eine entsprechend berechnete personenübergreifende Referenzquote für alle arbeitslose Menschen (7,8 Prozent). Dieses Missverhältnis zeigt sich auch bei der Dauer der Erwerbslosigkeit und hier insbesondere bei der Langzeitarbeitslosigkeit: Menschen mit Behinderung suchen im Schnitt mehr als 100 Tage länger nach einem Job als Menschen ohne Behinderung, so das Inklusionsbarometer Arbeit. Während von den nicht-schwerbehinderten Arbeitslosen zudem etwas mehr als ein Drittel ein Jahr und länger ohne Arbeit war, betraf es bei den schwerbehinderten Arbeitslosen beinahe die Hälfte.

Die gesundheitlichen Einschränkungen und das höhere Alter der Arbeitsuchenden mit Behinderung sind laut Bundesagentur für Arbeit die größten Vermittlungshemmnisse. An der Qualifikation liegt es weniger, denn hier schneiden Menschen mit Behinderungen sogar etwas besser ab: 59 Prozent der schwerbehinderten Arbeitslosen konnten 2016 einen Berufs- oder Hochschulabschluss nachweisen, im Vergleich zu nur 51 Prozent der nicht-schwerbehinderten.

 

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Zum Beitrag (externer Link)


Abschlussbericht zum Leistungsberechtigten Personenkreis der Eingliederungshilfe veröffentlicht

Am 13. September 2018 wurde dem Bundestag der „Abschlussbericht zu den rechtlichen Wirkungen im Fall der Umsetzung von Artikel 25a § 99 des Bundesteilhabegesetzes (ab 2023) auf den leistungsberechtigten Personenkreis der Eingliederungshilfe“ vorgelegt... Der Abschlussbericht bestätigt ..., dass das Ziel, den leistungsberechtigten Personenkreis durch das neue Verfahren unverändert zu lassen, mit einer quantifizierenden Neudefinition nicht erreicht werden kann (ebd.: 89f.).

Hier den ganzen Artikel lesen:  https://umsetzungsbegleitung-bthg.de/service/aktuelles/abschlussbericht-leistungsberechtigter-personenkreis/


2. NETZWERKTREFFEN am Mittwoch

Wie wäre es, mittags mit netten Kollegen, auch mal aus anderen Institutionen der Hilfsangebote im Rottal, beim Mittag zusammensitzen, trinken, essen und über dies und das reden (gerne auch mal über die Arbeit)

Im  kleinen Kreis macht unser Kollegen-Treffen am Mittwoch Mittag bisher sehr viel Freude.

Ich fühle mich nach jedem mal erfrischt und gehe gestärkt wieder an die Arbeit.

Auf Nachfrage erweitere ich hiermit die Einladung gerne auf einen etwas größeren Kreis. Mal schauen, was daraus entsteht J. Üblicherweise sitzen wir bei einem der Pfarrkirchner Gastronomen (wenn möglich in der Sonne J) Wer gerne dabei sein und eingeladen werden möchte, schicke eine Mail an ulrich.leypoldt@izabb-rottal-inn.de . Ich erweitere gerne die Einladungsliste.



Vielen Dank für Ihr Interesse.

Wir freuen uns über alle Anregungen und Rückmeldungen.

Herzliche Grüße/Best Regards

Ulrich Leypoldt

Netzwerkkoordinator

Projekt IZABB / Standort Pfarrkirchen

Pflegstraße 5

84347 Pfarrkirchen

Tel.: 08561/ 9 85 28 41

Mobil.: 0172-8389404

Fax: 08561/ 9 85 28 42

mailto:ulrich.leypoldt@izabb-rottal-inn.de

http://www.izabb-rottal-inn.de

 

P.S.: an dieser Stelle ein Hinweis zum Datenschutz: Sie sind Empfänger dieser Netzwerkinformationen, weil Sie in unserem Netzwerk als Ansprechpartner für Stellen von/für schwerbehinderte Arbeitnehmer gelistet sind. Ich möchte betonen, dass die IZABB weder E-Mail-Adressen, noch irgendwelche anderen gespeicherten Daten an Dritte weitergibt. Wir verwendeten und verwenden diese Daten ausschließlich im Zuge der Organisation unseres Kommunikation mit Netzwerkmitgliedern. Weitere Datenschutzhinweise der IZABB finden Sie hier: https://www.izabb-rottal-inn.de/j/privacy  PQG Johann Peters gemeinnützige Stiftungsgesellschaft mbH finden Sie hier https://www.peters-bg.de/Datenschutzerklaerung-1-388.htm.